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Was ist Neuraltherapie?

Die Neuraltherapie ist eine diagnostische und therapeutische Methode, deren Hauptziel die Wiederherstellung oder Verbesserung des regulatorischen Gleichgewichts (Regulationstherapie) darstellt. Zunächst erfolg eine exakte Anamnese und klinische Untersuchung mit Abtasten der Haut u. Muskulatur  (Inspektion und Palpation). Anschließend werden örtlich wirksame Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) an bestimmte Stellen des Körpers injiziert. Durch temporäre Inaktivierung segmentaler Störungen und Störfelder kann der Körper wieder zu seinem normalen Regulationsverhalten zurückfinden. Als Reaktion auf die Neuraltherapiesitzung kann ein kurzzeitiges Schwindelgefühl auftreten, die Reaktionsfähigkeit kann für 1-2 Stunden beeinträchtigt sein. Weiters kann eine kurzzeitige Erstverschlimmerung der Beschwerden auftreten. Bei akuten Beschwerden genügt meist eine Therapie über ein paar Tage, bei chronischen Beschwerden sind oft 1-2 Sitzungen pro Woche über mehrere Wochen notwendig.

 

Anwendungsformen

  • Segmenttherapie: Quaddeltherapie, Infiltration von Triggerpunkten (Hauptschmerzpunkte), Infiltrationen an Sehnenansätze, Knochenhaut, in und um Gelenke (intraartikulär, periartikulär), Infiltrationen an Strukturen der Wirbelsäule
  • Alle einem Körpersegment zugehörigen Strukturen (Haut, Bindegewebe, Muskulatur, Organe etc.) sind miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt und können behandelt werden
  • Störfeldtherapie: Injektion in/an eine störfeldverdächtige Region (z.B. Narben)
  • Systemische Neuraltherapie: intravenöse Injektion, Infusion, paravasale Injektion
  • Injektion an Nervenstämme u. vegetative Ganglien

 

Wann hilft Neuraltherapie?

  • Kopfschmerzen (migräneartige Kopfschmerzen, Spannungskopfschmerz, neuralgiforme Kopf-/Gesichtsschmerzen,…)
  • HNO (entzündl. oder allergisch bedingte Erkrankungen d. Nase und Nebenhöhlen, entzündl. Erkrankungen d. Ohren, Tinnitus,…)
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (WS-Beschwerden, Hexenschuss, Gelenksbeschwerden, Muskelverspannungen,…)
  • Abdominelle Beschwerden (Gastritis, Leber-Gallebeschwerden, Verdauungsprobleme,…)
  • Wundheilungsstörungen, gestört verheilende Narben
  • u.v.m.

 

Kontraindikationen für Neuraltherapie

  • Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber dem örtlichen Betäubungsmittel
  • Herzinsuffizienz, Herzrhythmus- und Überleitungsstörungen (AV-Block II u. III, WPW-Syndrom)
  • Myasthenia Gravis
  • Störungen der Blutgerinnung

 

Weitere detaillierte Informationen finden Sie in der Broschüre „Neuraltherapie – Die große Kraft der kleinen Nadel“, welche für Sie zur freien Entnahme im Wartebereich aufliegt.